Segelgrundkurs: Kreuzen

Im letzten Kapitel habe ich die Wende erklärt. Bei der Wende gehen wir mit dem Bug durch den Wind. Jetzt können wir auch Ziele auf der anderen Seite der Windrose anfahren wenn wir dort auf Amwindkurs bleiben oder abfallen.

Wie erreichen wir aber ein Ziel, das genau im Wind liegt, z.B. eine Boje wie die auf meinem ersten Foto zu diesem Kapitel? Wir kreuzen. Das heißt wir fahren auf Amwindkurs ein Stück in die Richtung in der das Ziel liegt. Wenn wir so weiter fahren, kommen wir aber vom Ziel ab. Deshalb wenden wir noch einmal und fahren auf dem gegenüberliegenden Amwindkurs wieder in Richtung des Ziels. Haben wir es auf diese Weise noch nicht erreicht, wenden wir wieder und müssen evtl. noch einmal wenden, bis wir am Ziel angekommen sind. Die Kommandos sind die einer normalen Wende.

Direkt gegen den Wind zu segeln, geht nicht! Um ein Ziel erreichen zu können, das im Wind liegt, müssen wir kreuzen.

Direkt gegen den Wind zu segeln, geht nicht! Um ein Ziel erreichen zu können, das im Wind liegt, müssen wir kreuzen.

Auf Amwindkurs in Richtung Ziel fahren, ...

Auf Amwindkurs in Richtung Ziel fahren, …

... wenden und auf dem gegenüberliegenden Amwindkurs weiter Richtung Ziel fahren.

… wenden und auf dem gegenüberliegenden Amwindkurs weiter Richtung Ziel fahren.

Wieder wenden und auf dem gegenüberliegenden Amwindkurs das Ziel erreichen.

Wieder wenden und auf dem gegenüberliegenden Amwindkurs das Ziel erreichen.

Wichtig ist: wenn wir das Ziel schnell erreichen wollen, z.B. bei einer Regatta, also einer Wettfahrt, müssen wir nach der Wende sauber auf Amwindkurs bleiben und nicht zu weit abfallen. Sonst verlieren wir an Höhe und müssen eine Extra-Wende fahren, die wir uns eigentlich hätten sparen können.

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Allerdings darf man auf dem Amwindkurs auch nicht zu sehr kneifen, das heißt zu hoch an den Wind fahren, weil die meisten Boot so konstruiert sind, dass sie schnell fahren, wenn sie ein wenig von dem am höchsten fahrbaren Amwindkurs abfallen. Auf der Regatta steht man also vor der Entscheidung: Komme ich schneller zum Ziel, wenn ich langsamer fahre, aber nicht nach jeder Wende Höhe verliere, oder wenn ich schneller fahre, aber dafür öfter wenden muss.

Weiter muss man sich entscheiden, ob man weit weg fährt und nur eine Wende macht oder viele Wenden mit kurzen Schlägen. Mit kurzen Schlägen bin ich optisch vielleicht schneller am Ziel, aber jede Wende bremst das Boot auch wieder, wogegen es auf langen Strecken richtig Fahrt machen kann.

Anstatt mehrere Wenden mit kurzen Schlägen zu segeln, kann man auch zwei lange Schläge mit einer Wende fahren.

Anstatt mehrere Wenden mit kurzen Schlägen zu segeln, kann man auch zwei lange Schläge mit einer Wende fahren.

Auch so erreicht man ein Ziel im Wind.

Auch so erreicht man ein Ziel im Wind.

Es wird wahrscheinlich von den örtlichen Gegebenheiten, vom Wind und den Konkurrenten abhängen, wofür man sich im Endeffekt entscheidet. Einfach hinter den anderen herzufahren, bringt meist keinen Vorteil.

Schauen Sie sich auch zu diesem Kapitel den Trickfilm → an!

Wir haben also gelernt, dass wir, wenn wir ein Ziel erreichen wollen, das im Wind liegt, kreuzen müssen. Dass wir nach jeder Wende sauber im Amwindkurs bleiben müssen und nicht zu weit abfallen dürfen, um nicht unnötig an Höhe zu verlieren, ist auch klar. Wir dürfen aber nicht kneifen, damit das Boot nicht zu langsam wird.

Das war das Kreuzen. Im nächsten Kapitel erkläre ich die sogenannte Q-Wende!

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