Segelgrundkurs: Beidrehen

In diesem Kapitel erkläre ich das Beidrehen. Dieses Manöver kommt im Segelkurs immer zuletzt. Die Schüler machen sonst nichts anderes mehr. Man kann beigedreht eine Pause machen, den Steuermann wechseln oder in Ruhe reffen (bei viel Wind die Segelfläche verkleinern). Auf der Yacht kann man währenddessen kochen oder auch einen Sturm abwettern.

Im Prinzip funktioniert das Beidrehen wie eine Wende. Nur dass wir die Fock nicht auf die andere Seite ziehen, wenn der Bug durch den Wind geht. Und die Großschot wird losgeworfen. (Wenn man eine Curryklemme für die Fockschot hat, klemmt man sie vor dem Manöver dichtgeholt fest).

Man fährt das Manöver aus dem Amwindkurs heraus und muss dann … ? Richtig, anluven.

Beidrehen: Vom Amwindkurs aus anluven …

Beidrehen: Vom Amwindkurs aus anluven …

Je nachdem wie viel Schwung man hat, schießt man kurz in den Wind, um Fahrt aus dem Boot herauszunehmen.

… in den Wind schießen und Fahrt aus dem Boot nehmen …

… in den Wind schießen und Fahrt aus dem Boot nehmen …

Gerade wenn es noch reicht, durch den Wind zu gehen, fällt man ab. Die back stehende Fock unterstützt den Bug dabei. Die Großschot wird losgeworfen, das Großsegel weht ganz nach Lee aus.

… mit der Restfahrt den Bug durch den Wind drehen. Die Fock bleibt dabei back auf der Seite wo sie vorher war stehen.

… mit der Restfahrt den Bug durch den Wind drehen. Die Fock bleibt dabei back auf der Seite wo sie vorher war stehen.

Nun darf man sich nicht dazu verleiten lassen, die Fock überzuholen. Sie bleibt festgeklemmt back stehen. Sie drückt den Bug immer weiter nach Lee und deshalb muss der Steuermann jetzt mit dem sogenannten Luvruder gegensteuern. Wenn ich nach Luv steuere, wohin zeigt dann die Pinne … ? Richtig, nach Lee.

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Aber jetzt Vorsicht. Nicht zu heftig steuern, sondern mit Gefühl. Sonst geht das Boot wieder zurück durch den Wind auf die Seite, von der wir gekommen sind. Der Bug dreht erst einmal nach Luv, eventuell muss man dann wieder gegensteuern, bis der Bug wieder nach Lee abfällt. Dann wieder nach Luv steuern, bis sich das Boot eingependelt hat und man das Luvruder stehen lassen kann. Wenn man die Möglichkeit hat, kann man es feststellen oder festbinden.

Die Großschot lösen und gefühlvoll Luvruder geben. Die Pinne zeigt dabei nach Lee!

Die Großschot lösen und gefühlvoll Luvruder geben. Die Pinne zeigt dabei nach Lee!

Das Boot bleibt dann leicht schräg zum Wind liegen. Der Baum weht nach Lee aus, die Pinne zeigt nach Lee. Das Ruder steht in Luv, und die Fock steht back an der Luvseite. Man driftet jetzt mit bis zu zwei Knoten Geschwindigkeit nach Lee. Jetzt kann man also eine Pause machen, etwas trinken, den Steuermann wechseln oder reffen.

Die Kommandos für dieses Manöver lauten:

„Hol an die Schoten auf Amwindkurs!“
„Klar zum Beidrehen!“
„Ist klar!“
„Ree!“
„Fier auf die Großschot!“

Und wenn wir das Beidrehen auflösen und weiterfahren wollen:

„Über die Fock!“
„Ruderlage mittschiffs!“
„Hol an die Schoten auf Amwindkurs!“

Der Ablauf in Kurzform ist also folgender: Erst auf Amwindkurs gehen, Fock festmachen, in den Wind schießen, Geschwindigkeit herausnehmen, mit back gestellter Fock abfallen, Großschot auffieren, gefühlvoll Luvruder geben, einpendeln. Auch dieses Manöver muss man wieder üben, um ein Gefühl dafür zu bekommen.

Schauen Sie sich dazu auch den Trickfilm → an!

Im nächsten Kapitel erkläre ich dann das Ablegen unter Segeln.

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