Seetörn ab/bis Elba – 1 Woche

Törnbericht: ab/bis Elba | Autor: Uli Wucherer | August 2013 | Beneteau 47.3 Mistral III Bj. 2003 |
Anbieter: DHH Yachtschule Elba |

Seetörn ab/bis Elba – 1 Woche

Vom Flughafen Pisa geht es mit dem Zug nach Piombino und von dort mit der Fähre in den Hafen von Portoferraio der Hauptstadt von Elba. Es gab dort einen Treffpunkt an dem der Leiter der Yachtschule die Crew abgeholt hat. Er fuhr uns dann vom Hafen zur Mole der Esaoumwerft, an der die Yachtschule ihre Liegeplätze hat. Wir treffen auf den Skipper Martin der uns durch die Woche schiffen wird. Erste Handlung ist die Aufteilung der Kabinen, die Einrichtung einer Bordkasse und einem ersten Einkauf für unsere Verpflegung. Für den ersten Abend schlägt unser Skipper vor in einem Restaurant im Hafen essen zu gehen – allgemeine Zustimmung. Bis in den Hafen sind es etwa 20 Minuten zu Fuß. Das Restaurant ist jedoch voll, so dass wir noch einen Spaziergang in die Altstadt und ihrem hübschen Hafen unternehmen. Wir hatten dann ein gutes Essen mit Pizza, Fisch und Pasta, jeder wie er mochte. Zurück auf dem Boot haben wir noch ein Bier getrunken. Nach und nach verschwinden dann aber alle in ihren Kojen.

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Tag 1

Nach Frühstück und Morgentoilette startet der Skipper mit uns die obligatorische Einweisung zum Schiff und dessen Sicherheit. Die Bénéteau vom Typ Oceanis 47.3 mit dem Namen „Mistral III“ ist etwa 10 Jahre alt und vom DHH bestens ausgestattet. Da die Einweisung bis zum Nachmittag dauert entscheidet sich der Skipper dagegen an diesem Tag einen anderen Hafen anzulaufen. Deswegen sind wir Nachmittags nur in der Bucht auf und ab gefahren. Es hat riesig Spass gemacht, denn der Wind war ordentlich und es gab auch ein ganz gute Welle.

Am Abend haben wir selbst gekocht: Risotto aus Basmati Reis und Steinpilzen. Klingt seltsam mit Basmati Reis, hat aber dennoch allen geschmeckt.

Tag 2

Kurs Korsika

Kurs Korsika

Leider war es an diesem Tag vorbei mit dem Wind. Nach dem Auslaufen haben wir Kurs auf Korsika gesetzt und sind fast die ganze Strecke unter Motor gefahren. Wir sind dann Nachmittags in Macinaggio im Norden der Insel eingelaufen, ein nettes kleines Fischerstädtchen. Weil wir relativ früh einliefen und die Capitainerie mit Duschen am anderen Ende des Hafens lag, sind wir zum schwimmen an den nahe gelegenen Strand gegangen. Abends gingen wir in sehr hübsches Restaurant zum Essen.

Tag 3

Kurs nach Süden war dann am nächsten Tag angesagt. Leider wieder ohne Wind und unter Motor, aber mit bestem Wetter und einer sehr schön anzuschauenden Ostküste von Korsika. Nachmittags ereichten wir den winzigen Hafen von Campoloro ca. 40 km südlich von Bastia. Hier gibt es eigentlich nichts außer diesem kleinen Hafen, einem kleinen Strand und einer Mini Werft. In diesem Hafen ist es wieder etwas blöd mit den Duschen. Ich gehe am Strand schwimmen und mir dann später auf dem Steg das Salzwasser mit dem Schlauch abspülen.

Macinaggio

Macinaggio

An diesem Abend wird selbst gekocht. Mit der Unterstützung meines Kabinengenossen kochen wir Pasta mit Tomatensoße und gegrillten Auberginen. An diesem Abend gehen relativ früh in die Kojen, denn für den nächsten Tag ist ein langer Schlag geplant. Unser Skipper möchte um 5 Uhr ablegen. Unser Ziel ist das italienische Festland, der Hafen von San Vincenzo. Dazu will er Elba östlich passieren um möglichst viele Seemeilen zurückzulegen.

Tag 4

Gegen 4:45 Uhr bin ich wach und helfe beim Ablegen. Wir sind nur zu viert, der Rest der Crew schläft weiter, trotz des knatternden Dieselmotors. Das dies einer der interessantesten Teile der Reise wird hatte ich nicht geahnt. Schon das Ablegen und Fahren im Dunkel ist aufregend. Ich hätte nicht gedacht wie schwierig es ist Positionslichter (z.B. von der Hafeneinfahrt) unter den ganzen Lichtern der Häuser und Strassenlaternen zu erkennen. Mit Kurs nordwest (60°) fahren wir durch die Dunkelheit. In der Ferne gibt es ein eindrucksvolles Wetterleuchten über dem Festland im Norden. Still sitzen wir mit unseren angelegten Rettungswesten, eingepickt in eine Sicherheitsleine auf dem Achterdeck bzw. -cockpit.

Sonnenaufgang

Sonnenaufgang

Nach etwa 2 Stunden und einem imposanten Sonnenaufgang ist uns direkt voraus ein Gewitter im Weg. Wir ändern den Kurs auf Nord um auszuweichen und werden Elba nun westlich passieren. Trotz des Kurswechsels können wir das Gewitter noch in seiner ganzen Pracht bestaunen.

Gewitterwolken

Gewitterwolken

Mir gelingt ein einziges Foto mit einer Blitzentladung, immerhin.

Gewitter

Gewitter

Die Nähe zum Gewitter beschert uns außerdem ein wenig Wind. Da der Rest der Crew inzwischen auch wach ist und ihren ersten Espresso getrunken hat, sind alle fit. Wir setzen die Segel und freuen uns über die kleine Brise. Gut eine Stunde nach dem Kurswechsel ist die Sonne aufgestiegen und löst das Gewitter langsam auf. Es geht weiter nach Norden, ohne Gewitter mit leichter Bewölkung aber leider auch mit langsam wieder nachlassendem Wind. Zur Mittagszeit ist es dann vorbei, wir bergen die Segel und fahren weiter unter Maschine. Wir erreichen San Vincenzo dann am Nachmittag.

San Vincenzo

San Vincenzo

Die Marina hier ist relativ neu und schick, aber auch sehr teuer. Wenn ich mich recht erinnere waren es 140 Euro für den Liegeplatz. Wir verbringen einen ruhigen Nachmittag, teilweise auf dem Boot, andere in der Stadt oder zum schwimmen am Stadtstrand. Am Abend gehen wir in eine Pizzeria in der Stadt und verbringen eine ruhige Nacht in unseren Kojen.

Tag 5

Am nächsten Morgen wird recht lange geschlafen, so dass wir erst um 10 Uhr die Leinen loswerfen. Auch heute gibt es nur ein bis zwei Windstärken und damit wieder Fahrt unter Motor. Wir nehmen Kurs auf den Golfvon Procchio,eine Bucht im Norden von Elba. Am frühen Nachmittag erreichen wir die Bucht und werfen den Anker für einen Badestopp. Die Badeleiter wird ausgeklappt, Schnorchel und Flossen ausgepackt, um ein bisschen das schöne, klare Wasser zu geniessen.

Golf von Procchio

Golf von Procchio

Etwa nach zwei Stunden holen wir den Anker wieder ein und nehmen Kurs auf eine benachbarte Bucht im Golf von Viticcio um dort über Nacht zu ankern. Nach zwei, drei Versuchen hat sich der Anker richtig eingegraben. Der Skipper nimmt sich dennoch den Schnorchel und schaut noch einmal genau nach – er will gut schlafen in der Nacht. Jetzt ist zeit zum relaxen, jeder auf seine Weise. Ich gehe aufs Vorschiff und höre Musik und mache ein paar Fotos. Der Sonnenuntergang ist bald da und die Farben in der Bucht werden immer besser. Ab und zu stört uns ein Nachzügler auf der Suche nach einem Ankerplatz, der versucht seinen Anker über unserem abzuwerfen, denn die Lage unseres Ankers ist nicht direkt zu erkennen, weil wir die meiste Zeit querab zu ihm schwojen. Nach einem leider hinter ein paar Wolken verstecktem Sonnenuntergang wird gekocht. Es gibt wieder Pasta, diesmal Tortellini mit Sahnesoße. Danach verbringen wir einen ruhigen Abend mit ein paar Bierchen. Diese Nacht wird noch angenehmer als die anderen, denn das Schiff bewegt sich sehr viel stärker als am Pier – man wird richtig in den Schlaf geschaukelt.

Tag 6

Nach einem gemütlichem Frühstück holen wir den Anker auf und machen uns auf den Weg. Wir fahren nur ein kurzes Stück und vergnügen uns dann beim Fender-Reiten. Zwei Fender werden jeweils an einem Seil an den beiden Achterklampen befestigt und achteraus geworfen. Dann ab ins Wasser und den Fender fest gepackt. Der Skipper gibt Gas und der Ritt beginnt. Mit der falschen Technik wird man dann bei zunehmender Fahrt unter die Wasseroberfläche gezogen und ab etwa 7 Knoten lässt die Kraft sehr schnell nach und man muss loslassen. Nach ein paar Versuchen und wieder einsammeln der Reiter packen wir die Fender ein und machen das Boot klar.

Kurs Portoferraio

Kurs Portoferraio

Überraschender Weise hat der Wind aufgefrischt, wir können segeln. So haben wir an diesem letzten Tag noch für knapp zwei Stunden Segelspaß mit Kurs auf Portoferraio. Am frühen Nachmittag legen wir im Heimathafen an. Nun heißt es Packen und klar Schiff machen. An diesem letzten Abend gehen wir noch einmal in ein hübsches Restaurant am Rande der Stadt und dann später am Abend fahren wir zu dem Hotel in dem die Gäste des DHH untergebracht sind und feiern den Abschluss von unserem Törn auf der grossen Terrasse. Kein schlechter Abschluß des Törns.

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